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Produktbeschreibung
Planerin-Fachzeitschrift für Stadt-, REgional- und Landesplanung, Februar 2008
Das Jahrbuch Architektur in Hamburg 2007 wirkt beim Lesen irgendwie interessanter - frecher - kritischer Dabei hat sich an der Struktur des Jahrbuchs bisher überhaupt noch nichts geändert. Eingeleitet wird das Buch mit vier etwas ausführlicher dargestellten Beispielen besonderer Hamburger Architektur. Dabei wird der Blick auf zwei auch entsprechend bewertete Meisterwerke gelenkt: Das Gründerzentrum in der Handelskammer als interner Einbau in die alte Börsenhalle von Behnisch Architekten (Stuttgart) und den "Sympathischen Virenbunker" (Erweiterungsbau Bernhard-Nocht-Institut) von kister scheithauer gross (Köln). Beide Bauwerke sind ein echter Gewinn für die Hamburger Baukultur: Der als typischer "kister" zu erkennende Bau in exponierter Lage oberhalb der Hafenstraße an der Davidstraße zeigt dabei auch eine besondere städtebauliche Präsenz. Angesichts der deutlichen Kritik an der hier ebenfalls betrachteten Europa-Passage (BRT Hamburg) muss man - trotz der noch folgenden breiten Darstellung - recht klar erkennen, dass die beiden hervorgehobenen Projekte von recht bekannten, aber (für Hamburg) auswärtigen Architekten entworfen wurden. Das müsste eigentlich ein Fingerzeig für die bevorstehende bauliche Umsetzung der IBA sein. Den Hauptteil des Jahrbuchs bilden wie immer die meist auf zwei Seiten in Wort und Bild gezeigten Beispiele von Hamburger Architekten in Hamburg und der Welt. 30 Bauwerke werden von 14 Autoren vorgestellt, 29 davon aus Hamburg und einer aus Wedel - das ist die Welt. Hier auf einzelne Bauten einzugehen wäre fast schon beliebig. Herausheben muss man die BallinStadt auf der Veddel, also den Wiederaufbau der Auswandererstadt und damit das letzte Stück erlebtes Europa. Wie in Bremerhaven (vgl. Jahrbuch 2006) kümmert man sich jetzt auch in Hamburg mehr um dieses Stück bedeutsamer Geschichte der Hafenstadt. Man kann aber auch auf scheinbar unwichtige Bauten wie die Erweiterung eines Einfamilienhauses schauen, das Gert Kähler als beachtenswert präsentiert. Das Jahrbuch wird wie üblich durch das Hamburger Feuilleton abgeschlossen; und mit diesmal zwölf lesenswerten Beiträgen deutlich qualifizierter als zuvor. Hier findet der Leser auch einmal längere Texte, beispielsweise von Dirk Schubert zur Entwicklung des Hafens in Richtung Südwesten und der daraus resultierenden Chance einer Stadtentwicklung auf den seit Jahrzehnten gesperrten Arealen. Auf Fritz Schumacher stößt man in Hamburg ganz offensichtlich in jeder Rubrik. Ob bei dem im roten Klinker gehaltenen Neubau von kister scheithauer gross, beim modernen "gedestijlten" Anbau an das HansaGymnasium in Bergedorf oder in den geschichtlichen Betrachtungen im Feuilleton. Herauszuheben ist in diesem Jahr die historische Aufarbeitung von Dieter Schädel zur Rolle des Architekten Albert Erbe (1868-1922) am Hamburger Hochbauarnt von 1901 bis 1911 und dabei von 1908 bis Ende 1909 als dessen kommissarischer Leiter, also vor allem in der Zeit vor Schumacher (ab Dezember 1909). Mit diesen Beiträgen oder Bezügen zur Ära Schumacher erhält das Jahrbuch eine für Hamburg typische Abrundung. Ronald Kunze, Langenhagen
Kurzbeschreibung
Themen u.a.:Wachsende Stadt:Verdichtung vs.Naturschutz; Hafenentwicklung vs. Stadtentwicklung; Stadtteilserie: Hamburgs Nordosten; HafenCity:Überseequartier; Kommerzialisierung des öffentlichen Raums; Klimawandel; Hamburger Stadtpark; Kunst im öffentlichen Raum; Porträts: Bernhard Hirche und Albert ErbeWeitere Projekte u.a.:Klärwerk Köhlbrandhöft (AC Architekten Contor); Europa-Passage (BRT); Revitalisierung 50er-Jahre-Wohnhochhaus (Czerner Göttsch Architekten); Umbau und Modernisierung des Gründungsbaus der Kunsthalle (Dittert&Reumschüssel); Floating Home (Förster Trabitzsch Architekten); Erweiterung Bernhard-Nocht-Institut (Kister Scheithauer Gross); Umgestaltung des Gertrudenkirchhofs (Kontor Freiraumplanung); Laborgebäude Bundesamt für Seeschifffahrt (von Mansberg, Wiskott + Partner); »Max B« Baugemeinschaftsprojekt (Iris Neitmann); Auswanderermuseum/Ballin Stadt (nps Tchoban Voss Architekten/LeisureWorkGroup); Securitas-Verwaltung (PSP Architekten + Ingenieure); Reederei-Gebäude (SEHW); Gedenkstätte U-Boot-Bunker Finkenwerder (Seyfarth-Kirsch, Bremer); Zentrale Kühne&Nagel (Jan Störmer); Kindertagesstätte Kaiser-Friedrich-Ufer (Wacker + Zeiger)
Das Jahrbuch Architektur in Hamburg 2007 wirkt beim Lesen irgendwie interessanter - frecher - kritischer Dabei hat sich an der Struktur des Jahrbuchs bisher überhaupt noch nichts geändert. Eingeleitet wird das Buch mit vier etwas ausführlicher dargestellten Beispielen besonderer Hamburger Architektur. Dabei wird der Blick auf zwei auch entsprechend bewertete Meisterwerke gelenkt: Das Gründerzentrum in der Handelskammer als interner Einbau in die alte Börsenhalle von Behnisch Architekten (Stuttgart) und den "Sympathischen Virenbunker" (Erweiterungsbau Bernhard-Nocht-Institut) von kister scheithauer gross (Köln). Beide Bauwerke sind ein echter Gewinn für die Hamburger Baukultur: Der als typischer "kister" zu erkennende Bau in exponierter Lage oberhalb der Hafenstraße an der Davidstraße zeigt dabei auch eine besondere städtebauliche Präsenz. Angesichts der deutlichen Kritik an der hier ebenfalls betrachteten Europa-Passage (BRT Hamburg) muss man - trotz der noch folgenden breiten Darstellung - recht klar erkennen, dass die beiden hervorgehobenen Projekte von recht bekannten, aber (für Hamburg) auswärtigen Architekten entworfen wurden. Das müsste eigentlich ein Fingerzeig für die bevorstehende bauliche Umsetzung der IBA sein. Den Hauptteil des Jahrbuchs bilden wie immer die meist auf zwei Seiten in Wort und Bild gezeigten Beispiele von Hamburger Architekten in Hamburg und der Welt. 30 Bauwerke werden von 14 Autoren vorgestellt, 29 davon aus Hamburg und einer aus Wedel - das ist die Welt. Hier auf einzelne Bauten einzugehen wäre fast schon beliebig. Herausheben muss man die BallinStadt auf der Veddel, also den Wiederaufbau der Auswandererstadt und damit das letzte Stück erlebtes Europa. Wie in Bremerhaven (vgl. Jahrbuch 2006) kümmert man sich jetzt auch in Hamburg mehr um dieses Stück bedeutsamer Geschichte der Hafenstadt. Man kann aber auch auf scheinbar unwichtige Bauten wie die Erweiterung eines Einfamilienhauses schauen, das Gert Kähler als beachtenswert präsentiert. Das Jahrbuch wird wie üblich durch das Hamburger Feuilleton abgeschlossen; und mit diesmal zwölf lesenswerten Beiträgen deutlich qualifizierter als zuvor. Hier findet der Leser auch einmal längere Texte, beispielsweise von Dirk Schubert zur Entwicklung des Hafens in Richtung Südwesten und der daraus resultierenden Chance einer Stadtentwicklung auf den seit Jahrzehnten gesperrten Arealen. Auf Fritz Schumacher stößt man in Hamburg ganz offensichtlich in jeder Rubrik. Ob bei dem im roten Klinker gehaltenen Neubau von kister scheithauer gross, beim modernen "gedestijlten" Anbau an das HansaGymnasium in Bergedorf oder in den geschichtlichen Betrachtungen im Feuilleton. Herauszuheben ist in diesem Jahr die historische Aufarbeitung von Dieter Schädel zur Rolle des Architekten Albert Erbe (1868-1922) am Hamburger Hochbauarnt von 1901 bis 1911 und dabei von 1908 bis Ende 1909 als dessen kommissarischer Leiter, also vor allem in der Zeit vor Schumacher (ab Dezember 1909). Mit diesen Beiträgen oder Bezügen zur Ära Schumacher erhält das Jahrbuch eine für Hamburg typische Abrundung. Ronald Kunze, Langenhagen
Kurzbeschreibung
Themen u.a.:Wachsende Stadt:Verdichtung vs.Naturschutz; Hafenentwicklung vs. Stadtentwicklung; Stadtteilserie: Hamburgs Nordosten; HafenCity:Überseequartier; Kommerzialisierung des öffentlichen Raums; Klimawandel; Hamburger Stadtpark; Kunst im öffentlichen Raum; Porträts: Bernhard Hirche und Albert ErbeWeitere Projekte u.a.:Klärwerk Köhlbrandhöft (AC Architekten Contor); Europa-Passage (BRT); Revitalisierung 50er-Jahre-Wohnhochhaus (Czerner Göttsch Architekten); Umbau und Modernisierung des Gründungsbaus der Kunsthalle (Dittert&Reumschüssel); Floating Home (Förster Trabitzsch Architekten); Erweiterung Bernhard-Nocht-Institut (Kister Scheithauer Gross); Umgestaltung des Gertrudenkirchhofs (Kontor Freiraumplanung); Laborgebäude Bundesamt für Seeschifffahrt (von Mansberg, Wiskott + Partner); »Max B« Baugemeinschaftsprojekt (Iris Neitmann); Auswanderermuseum/Ballin Stadt (nps Tchoban Voss Architekten/LeisureWorkGroup); Securitas-Verwaltung (PSP Architekten + Ingenieure); Reederei-Gebäude (SEHW); Gedenkstätte U-Boot-Bunker Finkenwerder (Seyfarth-Kirsch, Bremer); Zentrale Kühne&Nagel (Jan Störmer); Kindertagesstätte Kaiser-Friedrich-Ufer (Wacker + Zeiger)
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